Angststörungen

                            Angststörungen  Phobien  Panikattacken  Prüfungsangst

Wenn die Angst das Leben bestimmt

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. Jeder Vierte erkrankt im Laufe seines Lebens an einer generalisierten Angsstörung, einer Sozialen Phobie/Phobie, leidet unter Prüfungsangst oder Panikattacken.


Dabei ist die Angst eine natürliche Reaktion auf eine, als Bedrohung empfundene Situation. Sie schützt uns vor Leichtsinn und Überheblichkeit.


Eine leicht erhöhte Menge an Stresshormonen führt zu einem gewissen Maß an Erregung, die sogar  zu besserer Leistung verhelfen kann. Sie macht hellwach und handlungsbereit.


Wenn aber unser Leben in Gefahr ist, werden große Mengen an Stresshormonen ausgeschüttet, die in die Lage versetzen zu kämpfen, zu fliehen oder wenn beides nicht möglich ist, sich totzustellen.


Bei einer Angsstörung werden bei relativ geringen Reizen solche extremen Überlebensreaktionen ausgelöst, die mit entsprechenden Gedanken und vorgestellten Katastrophenszenarien einhergehen.


Aber wie kann es zu einer solchen Angststörung kommen ?


Meist gibt es nicht die eine Ursache, sondern ein Zusammenwirken von mehreren Faktoren.

Manche Menschen bringen eine gewisse  Veranlagung zur Ängstlichkeit und Besorgtheit mit.

Solche und andere Persönlichkeitsmerkmale in Verbindung mit schwierigen Lebenserfahrungen und aktuellen Belastungen können zu Angsterkrankungen führen. 


Jede Form von Stress erhöht das Angstniveau.


Stressoren können zum Beispiel sein:

 

  • längere Zeit andauernde Alltagsbelastungen ohne ausreichende Erholungszeiten
  • extremer Leistungsdruck
  • Überforderung im privaten oder beruflichen Umfeld oder in Schule/ Studium/Ausbildung
  • lebensverändernde Ereignisse
  • Krankheit
  • finanzielle Probleme
  • Mobbing
  • Konflikte im sozialen Umfeld
  • unverarbeitete, belastende Kindheitserfahrungen
  • Trauma

 Angst kann verschiedene Formen annehmen:

Panikstörung

Eine Panikattacke kann plötzlich und jederzeit, an jedem Ort und in jeder Situation auftreten und ist deshalb nicht vorhersehbar.

Typisch ist der plötzliche Beginn mit Herzklopfen, Brustschmerz, Zittern , Schwindel,

Atemnot, begleitet von der Angst zu sterben.

Als Folge entsteht die Angst vor Kontrollverlust oder die Angst wahnsinnig zu werden.

Generalisierte Angststörung

Es besteht einen ständige Nervosität und eine hohe körperliche Anspannung bei gleichzeitiger Unfähigkeit zu entspannen.

Auf der körperlichen Ebene treten häufig Zittern, Schwindel, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder Probleme im Magen- Darmbereich auf.

Ständige Befürchtungen, Sorgen, Vorahnungen über zukünftiges Unglück oder Krankheit, sich selbst oder nahe Angehörige betreffend, drängen sich auf.

Phobie

Bei der Phobie ist die Angst vorhersehbar, da sie auf bestimmte Objekte oder Situationen begrenzt ist, die im allgemeinen ungefährlich sind.

Agoraphobie

Die Angst entsteht beim alleine Verlassen des Hauses, beim alleine Reisen in Bus, Bahn oder Flugzeug, in Menschenmengen oder beim Gehen über offene Plätze.

Soziale Phobie

Die Furcht vor der prüfenden Betrachtung durch andere Menschen in relativ kleinen Gruppen steht hier im Mittelpunkt.

Die Angst kann auch begrenzt sein, auf Essen oder Sprechen in der Öffentlichkeit, treffen mit dem anderen Geschlecht, oder Angst in der Öffentlichkeit zu erbrechen.

Auf der körperlichen Ebene können Erröten, Zittern, Übelkeit, oder der Drang zum Wasserlassen auftreten.

spezifische (isolierte Phobie)

Dazu gehören die Angst vor Tieren, Angst in bestimmten Situationen ( z. B. Dunkelheit) oder an bestimmten Orten (z. B. geschlossenen Räume, Höhen)

Examens- oder Prüfungsangst

Da die Angst schon mit der Vorbereitung auf die Prüfung beginnt, ist man meist auch schlecht vorbereitet, da man versucht die Angst zu vermeiden. Die schlechte Vorbereitung ist dann häufig ein Grund mehr Angst zu haben, oder die Prüfung erst gar nicht anzutreten. In der Prüfung wird viel Energie in die Angst investiert, die für die Lösung der Aufgabe nicht mehr zur Verfügung steht. Der Zugriff auf tatsächliches Wissen ist schlechter, bis zum gefürchteten Blackout.

Wenn sich alles nur noch um das Herz dreht:

Herzphobie/ Herzneurose


Trotz umfangreicher Untersuchungen durch mehrere Ärzte gibt es keine körperliche Erklärung für die beängstigenden Symptome, die auch schon dazu geführt haben, dass Sie den Notarzt gerufen haben.

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Mein therapeutisches Konzept zur Therapie der Angstörung

umfasst


  • übende,


  • stabilisierende,


  • ressourcenstärkende,


  • energetische und


  • aufdeckende Interventionen.



Das Vorgehen ist immer individuell. Jeder therapeutische Prozess ist einzigartig.



Inhalte können sein:


  • Arbeit mit dem Körper: Erdung, Atmung, Abreaktion von Stressenergie, Entspannung, Wohlgefühl

 

  • Achtsamkeit im Umgang mit dem Körper, den Gedanken und Gefühlen


  • Das autonome Nervensystem ins Gleichgewicht bringen


  • Vom Teufelskreis zum Engelskreis


  • Aufbau und Stärken von Ressourcen wie z. B. wie Sicherheit, Vertrauen


  • Selbsthilfetechniken erlernen


  • Notfallkoffer mit individuell hilfreichen Strategien


  • aktuelle Belastungen anpassen


  • eventuell aktuelle Konflikte klären


  • alte Belastungen, z. B. aus der Kindheit aufarbeiten


  • die Botschaft der Seele verstehen

Angst tritt nicht nur als eigenes Krankheitsbild auf.


Viele andere psychische Erkrankungen gehen ebenfalls oft mit Angst einher:


  • Depressive Krankheitsbilder
  • Anpassungsstörungen weiter
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Borderlinestörungen
  • postpartale Depression ( psychische Probleme im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt) weiter
  • Erschöpfung/Burnout
  • Sucht
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